Die Geschichte der Holding

Der Name der infas Holding AG geht auf das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft zurück. Die hundertprozentige Tochter trägt rund 70 Prozent zum Holding-Umsatz bei.

Das Institut wurde 1959 von Wolfgang Hartenstein, Klaus Liepelt und Günter Schubert als „Institut für angewandte Sozialwissenschaft“ gegründet. infas konzentrierte sich von Beginn an auf die Sozial-, Politik- und Regionalforschung.

Von 1965 bis 1996 hatte das Institut den Auftrag der ARD, Analysen und Hochrechnungen zu Bundestags-, Landtags-, und Kommunalwahlen in der Bundesrepublik Deutschland durchzuführen.

Im Jahr 1967 wird innerhalb infas der eigenständige Bereich „Sozialforschung“ gegründet. Das neue Fachgebiet wächst und kann schließlich 1986, gemessen am Umsatz, das Niveau der Politikforschung und Wahlberichterstattung erreichen. 1990 wird die Sozialforschung erstmalig Hauptumsatzträger des Instituts.

Von 1974 bis 1984 führte infas gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach die erste deutsche Fernsehforschung zur Ermittlung der Einschaltquoten durch. 1994 ändern sich die Eigentumsverhältnisse des Instituts. Gründer Klaus Liepelt wird als Gesellschafter abgelöst. Hauptgesellschafter werden ehemalige Direktoren und Consultants von McKinsey.

1995 werden Teilbereiche von infas in eigenständige Gesellschaften umgewandelt. Die Sozialforschung wird zur „infas Sozialforschung GmbH“ und ist am Markt erfolgreich.

1996 wird infas nicht mehr mit der Wahlberichterstattung betraut. In der Konsequenz meldet die infas Politikforschung GmbH Insolvenz an. Hauptgesellschafter der davon nicht betroffenen infas Sozialforschung GmbH wird die spätere Hunzinger Information AG.

Die infas Sozialforschung GmbH firmiert ab 1998 wieder unter dem ursprünglichen Namen „infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH“. Das Unternehmen erweitert sein Dienstleistungsangebot kontinuierlich. Neben der Sozialforschung, seit jeher ein zentrales Aufgabengebiet von infas, ist die Mobilitäts- und Verkehrsforschung ein wichtiger Umsatzträger. Auch die Markt-, die Personal- und die Gesundheitsforschung erzielen respektable Wachstumsraten.

Im Jahr 2002 zieht infas innerhalb Bonns in neue, erheblich größere Räumlichkeiten, nämlich die renovierte ehemalige kanadische Botschaft. infas reagiert damit auf das stetige Anwachsen der Mitarbeiterzahl: Inzwischen hat das Unternehmen 45 Mitarbeiter, davon 30 wissenschaftliche Projektleiter.

Die Hunzinger Information AG wird nach dem Ausscheiden des Namensgebers Moritz Huntziger 2004 in die Action Press Holding AG umbenannt. Namensgebend ist die Tochter „Action Press“ in Hamburg, eine renommierte Pressebildagentur.

Die umsatzstärkste Unternehmenstochter infas baut die Erhebungskapazitäten deutlich aus. Das Telefonstudio verlagert seinen Standort in das Erich-Ollenhauer-Haus in Bonn und führt dort von 168 Telefonarbeitsplätzen aus rund um die Uhr telefonische Erhebungen durch. Auch das Face-to-Face-Feld wird erweitert.

Aufgrund der wirtschaftlichen Dominanz von infas innerhalb der Aktiengesellschaft, wird diese 2013 in infas Holding AG umbenannt.

Im März 2014 wird innerhalb der infas Holding AG die infas360 GmbH mit Sitz in Bonn gegründet. Das neue Unternehmen bietet disziplinübergreifende Marketing Intelligence auf Basis einer neuen Kombination aus Geomarketing, Marktforschung und Customer Analytics.

Im März 2016 wird die Unternehmenstochter action press GmbH & Co KG im Rahmen eines Management-Buy-outs veräußert.

Aufgrund zahlreicher Forschungsprojekte vor Ort wird im Oktober 2016 in Luxemburg die erste Auslandsniederlassung des infas-Instituts gegründet. In Contern, nahe der Hauptstadt, verfügt infas über direkte Ansprechpartner und ein mehrsprachiges Telefonstudio.

Mit der infas quo GmbH wird im März 2017 ein Unternehmen gegründet, das klassische Marktforschung für verschiedene Branchen anbietet. Firmensitz der neuen Gesellschaft ist Nürnberg.


To be continued....